




Die erste Schau und zugleich das erste Highlight der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin - die Kollektion des belgischen Duos Filip Arichx und An Vandevorst, besser bekannt als A.F. Vandevorst sowie die Präsentation ihrer Zweitlinie A.Friend.
Die beiden lernten sich 1987 in ihrem ersten Studienjahr an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen kennen. Eine Dekade später zeigten sie zum ersten mal unter dem jetzigen Labelnamen in Paris. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen und sie stellten in einigen der renommiertesten Museen der Welt aus, z. B. dem New Yorker Metropolitan Museum of Art, im Museu Tèxtil i d'Indumentària in Barcelona oder dem Viktoria & Albert Museum in London. Den Grund für all diese Erfolge konnte man heute deutlich erkennen.
Diskokugeln auf dem Laufsteg und an der Decke tauchten die Runway-Area im Zelt am Bebelplatz in eine oldschool Disko-Atmosphäre. Und aus den Lautsprechern ertönte lautstark der Dolly Parton Country-Klassiker Jolene - clubtauglich neu gemischt. Die Kollektion wirkte allerdings alles andere als partytauglich. Die Models wirkten wie modische Nomaden, in ihren bodenlangen, mehrlagigen, drappierten Jerseykleidern, die durch Lederdetails- oder Accessoires einen harten Bruch erfuhren.
Farblich auf Natürlichkeit besinnt, wurden überwiegend Braun- und Rottöne und Schwarz eingesetzt. Asymmetrien, tiefe Ausschnitte im Vorder- oder Hinterteil und weite Kapuzen waren typische Designelemente. Ellenlange Lederhandschuhe, Mehrfachgürtel und an selbigen befestigte Trinkfläschchen vervollständigten den Look.
Die Professionalität der Models, das außergewöhnliche Haarstyling und natürlich die inspirierende Kollektion waren allesamt Gründe, dass nicht nur die Bloggergemeinschaft, sondern auch Moderedakteure renommierter Magazine gerne in aller Frühe, den wohlverdienten (und durch diverse Opening-Partys am Dienstag bitter nötigen) Schlaf beendeten und sich in den Stuhlreihen am Runway einfanden. Mehr solche Kaliber bitte!











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